LESUNG
Gabriela Jaskulla
liest
GLÜCKSTADT
Do 17. Februar 2005
20 Uhr
Johannes ist dem Tode geweiht –
und rotzfrech. Er kann keinen Stift halten – und schreibt doch tiefgründig
und humorvoll über das Leben. Gelassenheit ist sein Ideal – aber er kämpft
wie ein Berserker um jeden zusätzlichen Tag. Johannes Grundig hat DMD,
eine von der Mutter auf den Sohn übertragene Erbkrankheit, die durch
unaufhaltsamen Muskelabbau zum Tode führt. Er lebt in einem Pflegeheim
– und endet schließlich auf dem Müll, erstickt, eingepackt in
Plastiktüten. In Glückstadt schlägt wenig später die Journalistin
Sabine Harms eine Zeitschrift auf und erfährt vom schockierenden Tod
eines jungen Mannes, der einmal ihr Sohn war und den sie völlig überfordert
zur Adoption freigab. Auf Johannes’ Computer findet sie die PC-Dialoge ihres
Sohnes mit seinem Pfleger, dem mutmaßlichen Mörder. Datei für
Datei, Zeile für Zeile taucht Sabine immer tiefer ein in Johannes’ Welt.
Am Ende verschwimmen Gegenwart und Vergangenheit, kämpft
Sabine verzweifelt darum, aus den Scherben ihrer Existenz heraus endlich zurück
zu sich selbst und zum wirklichen Leben zu finden.
Gabriella Jaskulla wurde 1962 in der Nähe
von Würzburg geboren und wuchs in Braunschweig auf.
Im Laufe ihres Lebens gründete sie eine Theatergruppe,
volontierte bei Tageszeitungen, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und
Literatur in Marburg und in Santiago de Compostela.
Anschließend arbeitete sie als Autorin und als
Redakteurin beim NDR. Momentan arbeitet sie an ihrem dritten
Roman.
bereits erschienen:
Ostseeliebe (2003)
Eintritt: 6€/ erm. 4€
POLARE
PLANKEN
Torsten Heller
Expeditionsfotograf von Arved Fuchs
Eröffnung
Sonntag 27. Feb. 2005
11.30 Uhr
Einführende Worte:
Rainer Ullrich (Expeditionsmaler)
Expeditionsfotografie
ist normalerweise weit davon entfernt, l’art pour l’art zu sein. Ihr Sinn
und Zweck liegt vielmehr darin, zu dokumentieren – unter zum Teil extremen
Bedingungen: bei Nacht, Sturm, Kälte, Nässe, Seegang. Wo andere
von der Seekrankheit gebeutelt über der Reling hängen, ist hier
der Fotograf gefordert, seine Arbeit zu verrichten.
Dabei sind einzigartige Bilder entstanden, die weit über das eigentliche
Ziel hinausgehen.
Man muss sich weder in den polaren Gebieten zu Hause fühlen, noch Segler
sein, um sich von diesen Bildern fesseln zu lassen, Stimmungen zu spüren,
Eis knacken sowie Schnee knistern zu hören oder einfach dem Zauber der
hohen Breiten zu erliegen.
Torsten Heller, Jahrgang 1966, begleitet Arved Fuchs auf
seinen Expeditionen seit 1997 als Fotograf. Grönland, Spitzbergen, Nordwest-
und Nordostpassage, Südgeorgien und die Antarktis: Nur wenige haben mit
der Kamera so viele Orte jenseits der Polarkreise bereist wie Torsten Heller.
Ausstellungsdauer:
27.2. – Ende April 05 Mo-Sa 9-18 Uhr So 10-18 Uhr
Hodder rettet die Welt
Dänemark Kinderfilm 2003
R: H. R. Genz D: F. C. Johansen, L. Brygmann, …
empfohlen ab 7 J.
Das Wichtigste in einem Kinderleben ist die Phantasie. Hodder, der Außenseiter
hat zwar keine Freunde in der Schule, aber seine Träume. Hodder geht
in die dritte Klasse, er lebt mit seinem Vater, der nachts Plakate klebt,
zusammen. Eines Nachts, der Vater ist wieder beim Arbeiten, erscheint Hodder
eine Fee: Hodder müsse die Welt retten, er allein sei der Auserwählte.
Los geht es als erstes mit einem Brief, genauer gesagt einen Papierflieger,
der in Hodders Mission nach Afrika fliegt.
Beginn 14.00
Eintritt €3.00/4.50
Die Kinder des Herren Mathieu
F/CH Drama 2004
R: Barratier D: G. Jugnot, F. Berléand, u.a.
Frankreich, 1949. Der arbeitslose Musiker Clément
Mathieu bekommt eine Anstellung als Erzieher in einem Internat für schwer
erziehbare Jungen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und erheblichen
Widerstand gegen die eisernen Erziehungsmethoden des Direktors gelingt dem
begeisterten Musiker und einfühlsamen Pädagogen ein kleines Wunder.
Mit seinen Stücken, die Monsieur Mathieu nachts selbst schreibt, gibt
er den Jungen ein Stück unbeschwerter Kindheit zurück. Der Film
ist dem zeitlosen Thema der Kindheit gewidmet, mit ihrer Verzweiflung, Sehnsucht
und ihren zarten Geheimnissen.
Beginn 17.00
Eintritt €4.50
Die Zwillinge
NL/L Drama 2002
R: B. Sombogaart D: N. Uhl, T. Reuten
Als die Eltern sterben, werden die Zwillinge Anna und Lotte
getrennt. Anna wächst in Deutschland auf dem Bauernhof auf, Lotte
wird von reichen Verwandten in den Niederlanden liebevoll großgezogen.
Der Kontakt wird von den Familien unterdrückt. Erwachsen verliebt sich
der ‚deutsche’ Zwilling in einen Nazi, der ‚Niederländische’ in einen
jüdischen Familienfreund. Kurz treten sie im Krieg wieder in Kontakt,
es kommt jedoch zu einem erneuten Bruch, als Lotte erfährt, dass ihre
Schwester mit einem SS-Mann verheiratet ist. Die erneute Trennung dauert 50
Jahre.
Beginn 20.00
Eintritt €4.50
Sizilien
Eine Weinlesereise
Eine literarische Weinprobe
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am Dienstag 8. März
um 20.00 Uhr
Eine Weinlesereise von und mit
Gotthard Scholz &
Ulrich Kodjo Wendt
Vier Weine, vier Texte, viermal Musik und vierzig Dias
– das ist das ebenso einfache wie überzeugende Konzept der Herren Gotthard
Scholz und Ulrich Kodjo Wendt (UKW) für diesen Abend. Gotthard Scholz
ist Verleger, trinkt sich seit 15 Jahren durch Italiens Weinkeller und liest
die Literatur der Regionen. Ulrich Kodjo Wendt ist Komponist von Filmmusiken
und hat Italien in jungen Jahren als Straßenmusiker bereist. Zusammen
wollen sie Zuhörer und Mittrinker von ihren Passionen begeistern.
Die Reise führt nach Sizilien und wird hoffentlich so leidenschaftlich
wie vom Zielgebiet gemeinhin angenommen.
Literarisch geht es um den engen Zusammenhang zwischen Maccaroniauflauf
und Giftmordphantasie (Tomasi di Lampedusa) bzw. um die Frage, warum
das Beantragen eines Telefons unweigerlich einen Gefängnisaufenthalt
nach sich zieht (Andrea Camilleri).
Die Akkordeonmusik bewegt sich zwischen fröhlicher Tarantella und abgründiger
Melancholie. Und mit dem Nero d’Avola und dem Frappato kommen Weine ins Glas,
die eindrucksvoll belegen, warum Siziliens Winzer zu den Aufsteigern des letzten
Jahrzehnts gehören.
Preis pro Fahrkarte
für 2 Std. Sizilien
inkl. Verköstigung € 10,-
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